„Im Zeichen des Drachen“ Die Celica Story von Michael Kolb.

8. Internationale Prämierung für Toyota Celica zum Tag der Offenen Tür im Fahrerlager des Hockenheimrings am 18. Juni 1989. Veranstalter war der TCC Hessen, der als erster deutscher Club überhaupt die „offizielle Internationale Prämierung“ organisieren durfte.

Mit 174 angemeldeten Fahrzeugen war es das größte Celica-Treffen Deutschlands bis dato. Einerseits wurde eine phantastische Show zwischen Dragster, Cobras und Morgans geboten. Andererseits gab es Ärger an allen Ecken und Enden, wie ich ihn damals in der Celi News 10 Ausgabe 4/89 dokumentiert habe. Als ein Beispiel dafür steht das Bewertungsschema, ein hausgemachtes Ärgernis, an dessen Entstehung ich als nationaler Ansprechpartner der Celica Clubs mitbeteiligt war.

Die Typklassen lauteten: TA22, TA23, TA28, TA/RA/MA4 (Lb und Coupé), TA/RA4 offen, TA/RA/AA6 (Lb und Coupé), MA6 sowie die neuen Modelle T16 und Supra MA7.

Für das  Bewertungsschema hatten die Clubpräsidenten beim Internationalen Präsitreffen veränderte Regularien abgesegnet. Um Fahrzeuge wie den V8-Umbau von Josef Reger zu kanalisieren, erfolgte innerhalb der Kriterien: Lackierung, Motorraum, Innenraum und  Gesamteindruck zusätzlich die Einteilung: Originalzustand (I), Originalzustand mit originalen/original nahen Anbauteilen (II) und total umgebaut (III) . Jeder Besitzer musste im vorab entscheiden, aus welchem Gesichtspunkt der Juror sein Auto bewerten sollte. Bedeutete: Du hast eine umgebaute Karosserie, aber Motor- und Innenraum sind Original, dann hast du die Qual der Wahl. Da die Bewerter keine Celica-Spezialisten waren, wurde die Ergebnisliste  gut durchgemischt und ehemalige Gewohnheits-Sieger landeten im Abseits. Kriegszustände mit Schimpfkanonaden, Schießereien, Plünderungen und Morddrohungen versetzten den Ring nach der Bewertung in Ausnahmezustand. Zartbesaitete Celisti hatten die Faxen dick von Celica-Treffen. Man sah sie nie mehr wieder. Ungefähr 15 Jahre später veranstaltete der TCC Hessen zweimal auf dem Campinggelände hinter den Zuschauerrängen die Toyota Classics mit Rundfahrt auf dem Ring, ohne an irgendwelche Regularien gebunden zu sein. Auch davon wird noch die Rede sein.

Jeder Teilnehmer erhielt dieses Erinnerungsgeschenk. Teilnahmegebühr war DM 35.-
Einfahrt in das Fahrerlager. Die eigentlich zugesagte Platzrunde wurde nach wenigen Metern wieder abgebrochen, was auch zum Ärgernis zählte
oder so …
Da die Celi News in ausschließlich in Schwarz-weiß produziert wurde, legte ich speziell für den Celi News-Artikel einen Ilford-FP4 Negativfilm ein. Verbunden mit dem Hinweis: Mondscheinwerfer werden bei Bewertungen grundsätzlich aufgeklappt.
die Gruppe TA22 zählte 50 Teilnehmer
Roland Trüssel, heute noch in Fäisbugg unterwegs, war mit Rang 4 verdammt gut im Rennen
links ist originalnach umgebaut (II), rechts mit Verbreiterung (III). Die Jury hatte ihren Spaß
Dänemark rangierte unter „ferner liefen“
Das TA40 Coupé von Franz Hegglin lag jenseits der Top 10. Rang 32, weil der Franz sein Auto in III anstatt II eingetragen hat. Das gab Ärger.
sein Clubkollege auf Rang 8. Auch in III eingetragen, aber die Verbreiterungen haben es anscheinend herausgerissen
Rang 8 für Paus Wassiliadis´TA23. Rang 2 bis 5 hatte der CCO blockiert (immer die gleichen)
Pokalist in Hagen, Rang 14 am Ring. Übrigens: Rang 15 für Pepe Conrad vom CC Grischuna, mein Celi News Kollege 93/97)
Die Aufrüstung von Franks TA23 blieb nicht unentdeckt
Die Clubfahne diente zur Vertuschung der zerkratzten Haube
Gewinner TA23 aus dem Saarland vor der CCO-Meute mit Mehringer, Möckel, Arnold, Höhn
auch dem Kestels Wolfgang ging sein Stammplatz auf 1 verloren (Rang 4)
Rang 3 für den Tropic Sunchaser von Stefan Blasczyk. Eines der wenigen Fahrzeugen, dass heute noch bei Oldtimertreffen aktiv ist.
TA40 Tropic Sunchaser von Thomas Wäcker (in Sachen Celica auch heute noch aktiv)
Der Tropic TX22 müsste der erste Platz bei den „Offenen 40ern“ gewesen sein.
ich frage euch, ob ein Tropic auf Basis TA/RA Liftback überlebt hat.
das TA40 Cabrio macht die Tropic-Serie des Treffens komplett
der wär was für die Collection
alle Tropic-Versionen des Treffens stammten aus der Modellpflege mit rechteckigen Frontleuchten. Leider kein Rundscheinwerfer dabei
die Schwan TA60 Cabrios wurden in der Klasse mit den geschlossenen Versionen bewertet. Besitzer ist Alain Velleur, der 2019 am Supra-Tag die Toyota Collection besuchte
der einzige T16 Targa wurde ebenfalls in der Kat der geschlossenen bewertet
das war einer der erfolgreichsten 60er mit 4A-GE Maschine. Bedeutet; Typecode AA63. 2. Patz für Sascha vom CC Dörnigheim
wie gesagt, für die TA60 Serie Serie A gilt: immer schön aufklappen die Scheinwerferchen
Tag der Offenen Tür: mit derartigen Maschinen musste die Celicas um Standplätze kämpfen
und der war laut, verdammt laut
Das Cabrio wurde bewertet und landete auf dem vorletzten Platz der TA23 Gruppierung
schade, dass ich kein Heckfoto gemacht habe. Ist zufällig jemand hier vom CC Dörnigheim??
zum ersten Mal war Supra MA7 bei Celica Treffen dabei. Die kamen alle aus der Schweiz
der TA23 GT von Jürgen Mehringer wurde später von Engel aufgekauft und in Originalzustand zurückversetzt. Probleme machte das Sonnendach, da beim Aussägen Blechspäne unter der Dachhaut geblieben sind, die im Lauf der Zeit Rost angesetzt haben. Die Dachhaut wurde abgenommen und durch eine neue Gebrauchte ersetzt.
verdammt langer Radstand: Vermutlich ein Celica XX MA46 (Celica Supra) mit RA40 Grill (Dokumentation über Celica MA4 demnächst in diesem Kino)
ei TA/RA40 zum Vergleich. Man vergleiche den Abstand von Tür-Spaltmaß zum vorderen Kotflügel
RA40 (XT) mit Berliner Standard-Ausrüstung = Sitepipes und Katzentreppe
ganz ruhig Brauner (der hatte nen Schwan an der B-Säule)
normalerweise hatte die immer nur ihre Frauen dabei, diesmal einen ausgewachsenen Bären
relativ originalnaher RA28
Unterschiede im Design und Heckflügel
5-Kammer-Heckleuchten bedeutet: JDM (Japaneese Domestic Market), ein RA25. Damaliger Besitzer/Club ist leider nicht mehr nachvollziehbar
Das im Motorraum? Ist doch kein 18R-G – oder??
Reihensechszylinder Typ 5M-GE aus Celica Supra MA61 und Gotti Felgen.
Unglaublich – der Liftback landete auf Rang 15 von 27 Fahrzeugen. Gewinner war der TA28 mit Sitepipes von Burkhard vom Club Lahn-Dill – Bilder siehe vorherige Treffenberichte.
mit Haubenverlängerung der besonderen Art und Hurte auf Rang 3
Schnitzer Gruppe 5 auf Basis RA28. Damals Ausstellungsfahrzeug, im Besitz von Toyota Händler Lipp (? nicht bestätigt). Heute wohnhaft in Wunsiedel in der Schatzkammer von Friedhelm Engel
15 Zoll Felgen unter mächtigen Verbreiterungen: Der Stand der Dinge 1989
„Privat“ Udo auf Rang 2. Mächtig Ärger gab es nach der Bewertung, weil fast alle Schweizer MA61 auf den letzten Plätzen landeten. Unter anderem auch Abo-Sieger Carlos (Bilder siehe vorherige Treffen)
Nummer 1 Supra MA61. Auf Rang 3 mein MA61 mit der roten Nase und Celica Club Schriftzug
wie gesagt,; MA7 war ausschließlich in Schweizer Hand
Rang 7 von 10 Celica T16, obwohl in III eingetragen. Motor- und Innenraum waren wahrscheinlich viel zu originalnah
die Celica mit der höchsten Punktzahl (440) aller Teilnehmer: Otto Torn CC Oberfranken mit seiner Celica AT160, ein frühes Modell mit 4A-GE – 124 PS ohne Kat
Recherchen: CELI NEWS 4/1989. Nächstes Treffen: Hagen 1990